Asthma – 8 Tipps zum Entschärfen Ihres Umfelds

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Mann, der einen Luftfilter in der Decke wechselt
Das Redaktionsteam des DoktorABC Wellness Hubs

Wir schreiben regelmäßig über Asthma und andere Erkrankungen, um Ihnen fundierte Tipps, Tools und Ratschläge für den Alltag zu geben.

Der Alltag von Asthmatikern gleicht manchmal einer Fahrt durch ein Minenfeld. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihr Umfeld in acht Schritten von möglichen Asthma-Auslösern säubern.

Weil Menschen mit Asthma besonders empfindlich auf Umweltfaktoren wie Staub, Rauch, Kälte, Trockenheit und Chemikalien reagieren, sollten sie um mögliche Trigger einen großen Bogen machen. Vor allem die Pollensaison und die eiskalten Tage des Winters sind eine schwierige Zeit. 

Durch unsere acht folgenden Maßnahmen verbessern Sie die Luftqualität von Innenräumen und verringern die Konzentration von Schadstoffen auf ein Minimum.

1. Sanieren Sie Kamine und Heizungen

Gleich als Erstes sollten Sie sich Ihre Heizung vornehmen. Ein romantischer Abend vor dem offenen Kamin mit einem Gläschen Wein wird zum Horror, wenn das Kaminfeuer Feinstoffe und Schwefeldioxid freisetzt.

Wer trotzdem feste Brennstoffe verwenden möchte, sollte einige Punkte beachten:

  • Die Verbrennung muss vollständig erfolgen
  • Der Rauch muss jederzeit gut abziehen können. Deshalb sind die regelmäßige Inspektion und die Reinigung der Schornsteine so wichtig.

Die positiven Effekte schadstoffarmer Heizungen wurden auch in einer Studie bestätigt, die 2008 im British Medical Journal erschienen ist. (Quelle: bmj.com)

Optimal sind Zentralheizungen, die ebenfalls eine regelmäßige Wartung erfordern.

Ein Tipp für das Trocknen von Wäsche: Vermeiden Sie es, sie direkt vor den Heizkörper zu hängen, damit keine feuchtwarme Umgebung entsteht, in der Milben und Schimmel besonders gut gedeihen können.

Nahaufnahme einer behanschuhten Hand, die gerade mit der Schaufel einen Kamin säubert

2. Entschärfen Sie den Gefahrenherd Küche

Die wichtigste Maßnahme dafür besteht im Verwenden einer Dunstabzugshaube. Sie saugt die schädlichen Dämpfe ab, die beim Kochen entstehen. Von den hinteren Platten des Kochfeldes funktioniert der Dunstabzug am besten. Falls Sie noch keine Dunstabzugshaube installiert haben, sollten Sie beim Kochen wenigstens gut lüften.

Vorsicht ist außerdem beim Kochen mit Gas geboten, weil dabei Stickstoffdioxid und feine Partikel entstehen.

3. Mustern Sie stark riechende Putzmittel aus

Wenn ein Reinigungsmittel stark riecht, setzt es vermutlich stark belastende flüchtige organischen Verbindungen oder VOC (Volatile Organic Compounds) frei. Doch es gibt noch andere Quellen, wie z. B. biologische oder technische Prozesse.

Die können laut Umweltbundesamt durch Fachleute aber erkannt und beseitigt werden: “Fachleute können oft schon durch eine Inspektion der Wohnung und Befragung der Bewohnerinnen und Bewohner die wahrscheinliche VOC-Quelle feststellen. Sind die Quellen der VOC-Belastung eindeutig ermittelt, muss individuell über ihre Beseitigung entschieden werden – je nach Art und Umfang der möglichen gesundheitlichen Beeinträchtigung, nach Höhe und zu erwartendem Rückgang der VOC-Konzentration sowie den Kosten.” (Quelle: umweltbundesamt.de)

Sie sollten alle Produkte, vom Teppichreiniger bis zum Ofenreiniger, vom Putzmittel bis zur Möbelpolitur genauer unter die Lupe nehmen und durch Produkte ersetzen, die frei von Aerosolen und flüchtigen organischen Verbindungen sind.

Beachten Sie beim Putzen auch folgende Tipps:

  • Lüften Sie und tragen Sie eine FFP2-Maske.
  • Halten Sie einen Inhalator griffbereit, wenn das nicht möglich ist.
  • Verzichten Sie, wann immer es geht, ganz auf Reinigungsmittel.
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4. Bekämpfen Sie Schimmelpilze

Schimmelpilze lösen allergisches Asthma aus. Sie bilden winzige Sporen, die sich in der Atemluft anreichern. An feuchten Stellen im Badezimmer und in der Küche siedeln sie sich besonders gerne an. (Quelle: lungenaerzte-im-netz.de)

Folgende Maßnahmen helfen dagegen:

  • Harte Oberflächen mit Schimmel mit Wasser und Seife reinigen und vollständig trocknen lassen.
  • Abluftventilatoren überall dort installieren, wo feuchte Luft entsteht.
  • Undichte Stellen in Heizungen und Haushaltsgeräten reparieren.
  • Wäsche und feuchte Gegenstände müssen so schnell wie möglich vollständig trocknen.

5. Machen Sie Hausstaubmilben das Leben schwer

Hausstaubmilben gehören zoologisch gesehen zu den Spinnentieren und leben in jeder Matratze und jedem Kissenbezug, aber auch in Teppichen und Kleidungsstücken. Sie ernähren sich von unseren Hautschuppen. (Quelle: umweltbundesamt.de)

Viele Menschen reagieren allergisch auf Hausstaubmilben. Die folgenden Maßnahmen halten ihre Population in einem überschaubaren Rahmen:

  • Wäsche und Bettwäsche einmal pro Monat mit mindestens 60 Grad waschen
  • Staubdichte Bezüge für Matratzen und Bettwäsche verwenden
  • Regelmäßig staubsaugen
  • Auch Plüschtiere regelmäßig waschen
  • Glatte Oberflächen häufig reinigen
Frau unscharf im Hintergrund, die sich mit beiden Händen den Mund zuhält, während ein Mann im Vordergund eine Zigarette raucht

6. Verbannen Sie Zigarettenrauch aus allen Wohnräumen

Zigarettenrauch hat im Umfeld von Asthmatikern nichts zu suchen! Er enthält nachweislich mehr als 4.000 verschiedene Stoffe und Verbindungen, von denen viele als krebserregend gelten. (Quelle: annallergy.org)

Vor allem für Kinder im Vorschulalter stellt das Passivrauchen einen Risikofaktor dar, weil ihr Immunsystem noch nicht vollständig entwickelt ist (Quelle: kindergesundheit-info.de).

Leider genügt es nicht, zum Rauchen auf den Balkon zu gehen, weil die Schadstoffe über das Haar und die Kleidung der Raucher in die Wohnung gelangen.

7. Verwenden Sie nur schadstoffarme Farben und Deko-Gegenstände

Einige Lacke, Farben und Klebstoffe enthalten die schon erwähnten flüchtigen organischen Verbindungen.

Empfehlenswert sind Farben auf Wasserbasis, wie eine Studie aus dem European Respiratory Journal zeigt. (Quelle: ersjournals.com)

Folgende Tipps helfen, die Gefährlichkeit von Farben und Deko-Produkten zu minimieren:

  • Achten Sie unbedingt darauf, dass die Produkte keine flüchtigen organischen Verbindungen enthalten. In den großen Baumärkten gibt es inzwischen viele Farben auf Wasserbasis
  • Verarbeiten Sie Farben und Lacke genau nach Anweisung
  • Lüften Sie Ihre Garage, wenn Sie dort basteln oder dekorieren
Kleiner Junge, der sich mit einem Inhaler Asthmaspray zuführt

8. Sorgen Sie für frische und gut gefilterte Atemluft

Gute Belüftung ist das A und O! Schon dadurch sinkt die Konzentration aller Chemikalien aus Reinigungsmitteln und Farben in der Raumluft. Außerdem haben es Schimmelpilze und Hausstaubmilben schwerer, sich anzusiedeln.

Wenn die Luft draußen viele Pollen und Schadstoffe enthält, sollten Sie einen HEPA-Filter oder einen Luftwäscher installiert haben. HEPA-Filter sind Schwebstofffilter, die bis zu 0,01 µm große Teilchen aus der Luft abscheiden.

Luftwäscher sind nicht ganz so effektiv. Dafür sorgen sie für die richtige Feuchtigkeit in der Atemluft.Eine Studie, erschienen im Fachmagazin CHEST Journal hat gezeigt, dass Luftreiniger helfen können, Asthmaanfälle zu verhindern. (Quelle: chestnet.org)

Ein entschärftes Zuhause sorgt für bessere Lebensqualität

Gelingt es Ihnen, alle Punkte im Einsatzplan für eine bessere Atemluft umzusetzen? Herzlichen Glückwunsch! In einer Welt voller Trigger schaffen Sie damit eine sichere Oase, in der Sie unbesorgt durchatmen können. Auch wenn draußen gerade die Pollensaison in vollem Gange ist.

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Dieser Artikel enthält keine medizinischen Ratschläge und ersetzt auch nicht eine ärztliche Beratung. Er dient ausschließlich informativen Zwecken. Wenden Sie sich bei allen Fragen der Gesundheit oder im Krankheitsfall unbedingt an einen Arzt oder Apotheker und lesen Sie auch die Beipackzettel Ihrer Medikamente vor Einnahme sorgfältig durch.

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