Der STI-Test ist positiv? Ein Leitfaden für ein selbstbewusstes Auftreten!

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Hand in OP-Handschuhe, die ein STI-Teströhrchen hält
Das Redaktionsteam des DoktorABC Wellness Hubs

Wir schreiben regelmäßig über Asthma und andere Erkrankungen, um Ihnen fundierte Tipps, Tools und Ratschläge für den Alltag zu geben.

Hier erfahren Sie, wie Sie die anfängliche Krise positiv bewältigen können, um mit Lebensfreude und Ihrem Partner Ihr weiteres Vorgehen zu gestalten.

Es kann eine entmutigende Erfahrung sein, ein positives Testergebnis auf eine sexuell übertragbare Infektion (Sexually Transmitted Infection – STI) zu erhalten. Da ist es ganz natürlich, zunächst eine Reihe von Gefühlen wie Schock, Verwirrung und sogar Angst zu empfinden. 

Es ist jedoch wichtig, sich daran zu erinnern, dass eine Geschlechtskrankheit Sie nicht als Person definiert und dass sie in keiner Weise Ihren Wert oder Ihr Selbstvertrauen mindert.

Mit der richtigen Einstellung und Herangehensweise können Sie die Situation mit Würde meistern und die Kontrolle über Ihre sexuelle Gesundheit übernehmen. Dieser Leitfaden soll Ihnen dabei helfen, selbstbewusst mit einem positiven STI-Testergebnis umzugehen.

Älterer Arzt im Gespräch mit jüngerem Patienten

Informieren Sie sich

Nehmen Sie sich Zeit, um mehr über die Infektion zu erfahren, auf die Sie positiv getestet wurden. Informieren Sie sich über Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und mögliche Komplikationen. Wenn Sie die Fakten kennen, können Sie informierte Entscheidungen für die Zukunft treffen.

Es ist wichtig zu wissen, dass es viele sexuell übertragene Infektionen gibt. Einige davon sind unangenehm, aber weitgehend harmlos. Andere dagegen können lebensbedrohlich werden. 

Die wirklich gute Nachricht ist: wenn diese Infektionen frühzeitig erkannt werden, lassen sie sich in der Regel gut behandeln, auch wenn noch nicht alle vollständig heilbar sind. (Quelle: bundesgesundheitsministerium.de)

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Suchen Sie sich professionelle Beratung

Wenden Sie sich an einen auf sexuelle Gesundheit spezialisierten Arzt, wenn Sie auch nur den Verdacht haben, sich mit einer sexuell übertragbaren Infektion angesteckt zu haben. 

Er wird Ihnen eine genaue Diagnose stellen und dann die benötigten Informationen geben. Zusätzlich wird er Ihnen auch Fragen beantworten und Sie schließlich durch die notwendigen Schritte zur Behandlung und zum Umgang mit der Infektion führen.

Sie sollten sich nicht von einem falschen Schamgefühl leiten lassen, und den Arztbesuch vermeiden. Denn solch ein spezialisierter Arzt ist Fachmann in seinem Gebiet und hat bereits viele Patienten mit ähnlichen Problemen behandelt. 

Wussten Sie, dass sich weltweit etwa eine Million Menschen mit STI anstecken – und zwar täglich? Vergessen Sie nicht: der Arzt unterliegt seiner Schweigepflicht und wird keine Informationen über Sie preisgeben. (Quelle: who.int)

Die Erreger sexuell übertragener Infektionen sind vielfältig, ebenso deren Symptome und Übertragungswege. Daher ist es wichtig, die Behandlung nicht aufzuschieben. Denn bei verzögerter oder gar ausbleibender Behandlung können gesundheitliche Komplikationen oder ernsthafte Spätfolgen auftreten. (Quelle: bundesgesundheitsministerium.de)

Suchen und akzeptieren Sie auch emotionale Unterstützung

Teilen Sie Ihre Sorgen, Gefühle und Empfindungen mit engen Freunden, Familienmitgliedern oder Selbsthilfegruppen. Dort werden sie nicht nur Bestätigung, sondern auch Sympathie und Zuneigung finden.

Ein starkes Unterstützungssystem kann einen großen Unterschied bei der Bewältigung der emotionalen Auswirkungen einer STI-Diagnose ausmachen, ihr Selbstbewusstsein stärken und ihre Bewältigungsstrategien verbessern. (Quelle: bzga.de)

Nicht zuletzt deshalb definiert die Weltgesundheitsbehörde WHO sexuelle Gesundheit nicht nur als Zustand des körperlichen, sondern auch des emotionalen und geistigen Wohlbefindens. (Quelle: who.int

Zwei junge Frauen in Gespräch auf der Couch

Kommunizieren Sie mit Ihrem/Ihren Partner(n)

Wenn Sie mit einem Partner sexuell aktiv waren, ist es wichtig, dass Sie offen und ehrlich über Ihre STI-Diagnose sprechen. Das Ärzteblatt berichtet, dass – je nach Erkrankung – einer bis drei von zehn Befragten mit ihrem Partner nicht über eine Infektion sprechen. (Quelle: aerzteblatt.de)

In einer solchen Situation ist aber ein Schamgefühl fehl am Platz, denn schließlich geht es um Ihre Gesundheit und die Ihres Partners. Daher ist eine Offenheit dem Partner gegenüber nicht nur wichtig, sondern kann sogar lebensrettend sein.

Ermutigen Sie daher Ihren Partner, sich ebenfalls testen und, falls nötig, behandeln zu lassen. Sprechen Sie auch über sichere Sexualpraktiken während der Behandlungsdauer und für die Zukunft, um eine erneute Infektion zu vermeiden. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung betreibt mit liebesleben ein Portal, das die benötigten Informationen bereitstellt. (Quelle: liebesleben.de)

Haben Sie Mitgefühl mit sich selber

Es ist normal, Schuld oder Scham zu empfinden, wenn man sich mit einer Geschlechtskrankheit angesteckt hat, oder diese sogar an den Partner weitergegeben hat. Aber denken Sie daran, dass Geschlechtskrankheiten weit verbreitet sind und jeden treffen können. 

Seien Sie daher nett zu sich selbst und haben Sie Mitgefühl mit sich selbst. Denken Sie daran, dass Sie nicht allein sind und dass es von Verantwortung gegenüber anderen und Selbstfürsorge zeugt, wenn Sie sich behandeln lassen.

Selbstmitgefühl ist dabei einfach der Prozess, in dem Sie Ihr Mitgefühl nach innen richten. Sie bleiben sich selbst gegenüber freundlich und verständnisvoll, wenn Sie versagen, Fehler machen oder uns unzulänglich fühlen, anstatt sich selbst zu kritisieren.

Sie unterstützen und ermutigen sich selbst, anstatt kalt und verurteilend zu sein, wenn Herausforderungen und Schwierigkeiten in Ihrem Leben auftauchen. (Quelle: self-compassion.org)

Wortklötze, die das Wort "Safersex" bilden, mit einem Kondom auf ihnen

Priorisieren Sie Ihre Gesundheit

Achten Sie auf Ihr körperliches und seelisches Wohlbefinden. Wenn Sie nicht zu 100 % gesund sind, ist das genau der Zeitpunkt, um auf das eigene Wohlergehen sein Augenmerk zu richten. Achten Sie auf regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung und Stressbewältigung.

Halten Sie sich unbedingt an den vom Arzt verordneten Behandlungsplan und gehen Sie regelmäßig zu Kontrolluntersuchungen. Dies ist der schnellste Weg, Ihre Gesundheit wieder vollständig herzustellen.

Praktizieren Sie Safer Sex

Machen Sie Safer-Sex-Praktiken in Zukunft zur Priorität. Dazu gehören der konsequente und korrekte Gebrauch von Kondomen oder Oraltüchern, regelmäßige Tests auf sexuell übertragbare Krankheiten und eine offene Kommunikation mit Sexualpartnern über sexuelle Gesundheit.

Denken Sie auch darüber nach, dass es gegen einige sexuell übertragbare Infektionen Impfungen gibt. Gegen Hepatitis A und B, sowie gegen die HPV (Humane Papillomviren) bieten diese einen wirkungsvollen Schutz.

Wenn Sie sich dagegen impfen lassen möchten, prüfen Sie am besten, ob Sie im Säuglings- oder Kindesalter bereits eine solche Impfung erhalten haben und sprechen Sie mit Ihrem Arzt das weitere Vorgehen ab. (Quelle: liebesleben.de)

Zum erweiterten Verständnis von Safer Sex gehört übrigens auch, dass dies körperlich, sowie geistig sicherer Sex sein sollte. Wenn Sie jederzeit Nein sagen können und sicher sind, dass dieses Nein sofort umgesetzt wird, fühlen Sie sich in jeder Hinsicht „safe“. (Quelle: rki.de)

Junger Mann beim Arzt

Bekämpfen Sie Stigmatisierung und Mythen

Setzen Sie sich für genaue Informationen zur sexuellen Gesundheit ein und bekämpfen Sie das Stigma, das STI umgibt. Einige dieser Infektionen können beispielsweise indirekt durch die sogenannten Schmierinfektionen übertragen werden.

Dabei können Erreger über Gegenstände weitergegeben werden oder auch durch direkten Kontakt, beispielsweise durch ein Händeschütteln bei einer Begrüßung. (Quelle liebesleben.de)

Klären Sie auch andere über die Bedeutung regelmäßiger Tests, Safer-Sex-Praktiken und die Realitäten des Lebens mit einer STI auf. Einige STI können längere Zeit unentdeckt bleiben und so weitergegeben werden.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Informieren Sie sich über die neuesten Forschungsergebnisse, Behandlungsmethoden und Präventionsstrategien im Zusammenhang mit sexuell übertragbaren Krankheiten. Die Wissenschaft macht stets Fortschritte, so gibt es mittlerweile gegen HIV Infektionen Medikamente der dritten Generation.

Sie haben es schon oft gehört, aber Wissen ist tatsächlich Macht. Wenn Sie gut informiert sind, können Sie informierte Entscheidungen über Ihre sexuelle Gesundheit treffen.

Zettel mit den Worten "I LOVE EVERY PART OF MY BODY"

Akzeptieren Sie Ihren Selbstwert

Vergessen Sie nie, dass Ihr Selbstwert und Ihr Selbstvertrauen weit über ein positives STI-Testergebnis hinausgehen. Die Diagnose mag zunächst ein Schock sein, aber es gibt für jede Infektion ein Konzept zur Behandlung und damit Hilfe.

Bekennen Sie sich zu Ihren positiven Eigenschaften, Stärken und Leistungen. Konzentrieren Sie sich auf die Aspekte Ihres Lebens, die Ihnen Freude und Erfüllung bringen.

Fazit

Ein positives STI-Testergebnis kann eine Herausforderung sein. Es definiert Sie aber nicht als Person. 

Wenn Sie sich informieren, professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, emotionale Unterstützung suchen, Mitgefühl zeigen und Ihre Gesundheit in den Vordergrund stellen, können Sie selbstbewusst mit der Situation umgehen und die Kontrolle über Ihr sexuelles Wohlbefinden zurückgewinnen. 

Denken Sie daran: Sie sind nicht allein und es gibt Unterstützung, die Ihnen auf diesem Weg helfen kann.

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Dieser Artikel enthält keine medizinischen Ratschläge und ersetzt auch nicht eine ärztliche Beratung. Er dient ausschließlich informativen Zwecken. Wenden Sie sich bei allen Fragen der Gesundheit oder im Krankheitsfall unbedingt an einen Arzt oder Apotheker und lesen Sie auch die Beipackzettel Ihrer Medikamente vor Einnahme sorgfältig durch.

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