Auch wenn es sich erstmal unangenehm anfühlt, ein positiver Test auf eine STI ist kein Weltuntergang. Geschlechtskrankheiten sind wieder auf dem Vormarsch. Ebenso wie eine Erkältung oder eine Magen-Darm-Grippe sind STIs Infektionskrankheiten.
Jeder sexuell aktive Mensch, der sich nicht ausreichend schützt, kann sich mit Bakterien, Viren oder Parasiten anstecken, die eine STI hervorrufen. Angriff ist hier die beste Verteidigung. Sie wissen jetzt, dass Sie sich angesteckt haben und können die Erkrankung behandeln lassen.
Das reicht aber nicht. Denn zu einer STI gehören immer mindestens zwei Beteiligte.

So sagen Sie es Ihrem Partner
Die Wahrheit muss raus, auch wenn sie unangenehm ist. Sobald Sie von Ihrem Arzt das positive Testergebnis erhalten haben, sollten Sie die Neuigkeiten mit Ihrem Sexualpartner teilen, auch wenn mehrere Menschen infrage kommen.
Tun Sie das nicht, können sich Ihre Partner nicht testen und behandeln lassen. Sie stellen also zusätzlich eine Gefahr für Sie dar, sich erneut anzustecken.
Sehen Sie sich doch mit Ihrem Partner zusammen eine Aufklärungsseite im Internet an, die Sie beide mit den notwendigen Informationen zu Geschlechtskrankheiten versorgt. Das kann zum Beispiel liebesleben.de der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sein. So fällt es Ihnen möglicherweise leichter, über das Thema zu sprechen.
So geht es weiter
In der Regel sind Geschlechtskrankheiten behandelbar. Es ist aber wichtig, dass Sie die Behandlung gleich nach der Diagnose beginnen, um keine Zeit zu verlieren und Ihr Bett erstmal nur zum Schlafen zu benutzen. Eine STI sollte komplett ausgeheilt sein, bevor Sie wieder Sex haben.
Führen Sie die Behandlung so zu Ende, wie von Ihrem Arzt empfohlen. Auch wenn Sie sich vielleicht rasch besser fühlen, sollten Sie die Therapie nicht vorzeitig abbrechen. Sie laufen sonst Gefahr, einen Rückfall zu erleiden.
So schützen Sie sich in Zukunft vor STIs
Sie haben gesehen, wie schnell man sich mit einer Geschlechtskrankheit anstecken kann. Manche Menschen haben Symptome, andere Betroffene merken lange nichts von ihrer Infektion. Ärzte raten daher allen sexuell aktiven Menschen, sich regelmäßig auf STIs testen zu lassen.

Fazit
Eine STI-Diagnose ist eine Herausforderung, aber kein unüberwindbares Hindernis. Mit ehrlicher Kommunikation, rechtzeitiger Behandlung und regelmäßiger Vorsorge können Sie und Ihr Partner gesund bleiben.
Nutzen Sie die verfügbaren Ressourcen und scheuen Sie sich nicht, Unterstützung zu suchen. Ihre Gesundheit und die Ihrer Partner ist es wert.
