Was Sie über die Wirkung von Kaffee auf den Blutzuckerspiegel wissen sollten

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Das Redaktionsteam des DoktorABC Wellness Hubs

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Kaffee ja? Kaffee nein? Was denn nun? Wir erklären Ihnen das Wechselspiel zwischen Kaffee und Blutzuckerspiegel und bringen Sie auf den neuesten Stand
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Kaffee ist mehr als ein morgendliches Ritual. Für viele Menschen ist er ein wesentlicher Bestandteil des täglichen Lebens. Laut Statistischem Bundesamt trinken die Deutschen 166 Liter im Jahr, das sind fast vier Tassen pro Tag.

Lange Zeit galt Kaffee als ungesund für Herz und Magen. Aber mittlerweile hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass regelmäßiger Kaffeekonsum gar nicht gesundheitsschädlich ist und sogar gesundheitsfördernd sein kann. (AOK.de)

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Was ist eigentlich drin, im Kaffee?

Kaffee enthält rund 1000 Inhaltsstoffe, von denen das namensgebende Koffein das bekannteste ist. Neben seiner Eigenschaft als koffeinhaltiger Wachmacher ist Kaffee auch wegen seiner Auswirkungen auf verschiedene Aspekte der Gesundheit, einschließlich des Blutzuckerspiegels, von Interesse. (AOK.de)

Drei Dinge gehören zu einem guten Kaffee, erstens Kaffee, zweitens Kaffee, und drittens nochmals Kaffee.

– Alexandre Dumas

Wie Kaffee auf den Körper wirkt

Koffein regt allgemein das Nervensystem an: Wir können uns besser konzentrieren, schneller denken und das Lernen fällt leichter. Außerdem hebt Koffein die Stimmung. Die Herzfrequenz wird angeregt, ebenso der Blutdruck, die Magenfunktion, die Darmtätigkeit und viele andere Stoffwechselvorgänge. Die Folge: Man fühlt sich einfach fitter. (AOK.de)

Kleine Kaffeekunde:

  • Bohnenkaffee: Gibt es in zwei verschiedenen Sorten: Arabica-Kaffee mit mildem, aromatischem Geschmack, niedrigem Koffeingehalt und besserer Qualität. Robusta-Kaffee mit bitterem, adstringierendem Geschmack, höherem Koffeingehalt und geringerer Qualität.
  • Espresso: Ist ein starker Kaffee mit leicht bitterem Geschmack. Trotz seiner Stärke ist Espresso magenfreundlich und enthält weniger Koffein als Filterkaffee. Das liegt an der speziellen Röstung der Bohnen und der Zubereitungsart.
  • Entkoffeinierter Kaffee: Darf maximal 0,1 Koffein enthalten, hat den ganz normalen Geschmack – nur ohne die anregende Wirkung.
  • Schonkaffee: Enthält den normalen Koffeingehalt, ist aber arm an Reizstoffen. Da manche Menschen Röststoffe, Säuren und Wachse aus Verträglichkeitsgründen meiden sollten, werden diese im Schonkaffee abgetrennt, um ihn bekömmlicher zu machen.
  • Instantkaffee: Ist ein schnell löslicher Kaffee. Er wird durch Hitze- und Gefriertrocknung aus einem konzentrierten Kaffeeaufguss gewonnen.
  • Kaffeeersatz: Zu den Kaffee-ähnlichen Getränken gehören Malz-, Getreide- und Zichorienkaffee. Anstelle von Kaffeebohnen bilden Mischungen aus Getreide und Zichorienwurzeln die Grundlage. Kaffeeersatz hat – wie entkoffeinierter Kaffee – keine anregende Wirkung.

Die unmittelbare Wirkung auf den Blutzucker

Wenn Sie morgens eine Tasse Kaffee trinken, kann das darin enthaltene Koffein den Blutzuckerspiegel kurzfristig ansteigen lassen.

Der Grund dafür ist, dass Koffein die Ausschüttung von Adrenalin stimulieren kann, was wiederum die Leber veranlasst, gespeicherte Glukose in die Blutbahn abzugeben. Besonders groß ist dieser Effekt bei Probanden, die Diabetes Typ-2 haben (Diabetes Care)

Kaffee dehydriert den Körper nicht. Ich wäre sonst schon Staub!

– Franz Kafka

Langfristiger Diabetes Schutz von Kaffee

Regelmäßiger Kaffeekonsum wurde in einigen Studien mit einem geringeren Risiko für Typ-2-Diabetes in Verbindung gebracht. Antioxidantien und andere bioaktive Verbindungen im Kaffee spielen möglicherweise eine Rolle bei der Verbesserung der Insulinempfindlichkeit, die für die Blutzuckerkontrolle entscheidend ist.
Wichtig hierbei ist, dass dieser Effekt nur bei Filterkaffee und nicht bei aufgebrühtem Kaffee auftrat. Eine schwedische Studie berichtet, dass Menschen, die pro Tag zwei bis drei Tassen Filterkaffee tranken, ein 60 Prozent niedrigeres Diabetes Typ 2 Risiko hatten als diejenigen, die weniger als eine Tasse Filterkaffee tranken.  (Journal of Internal Medicine)

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Hier sind unsere Tipps, für einen gesunden Umgang mit Kaffee:

1. Nicht auf nüchternen Magen

Trinken Sie auch morgens als Erstes einen Kaffee auf nüchternen Magen, um wach zu werden? Das lässt ihren Blutzucker nach oben schnellen. Besser ist es, erst zu frühstücken und dann den Kaffee zu trinken (bath.ac.uk)

2. Black is beautiful

Genießen Sie Ihren Kaffee einfach einmal pur. Kaffee ist an sich ein kalorienarmes und gesundes Getränk. Aber durch die Zugabe von Milch, Zucker, Sirup oder fettreicher Sahne mutiert er zu einem kalorienreichen und süßen Getränk.

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3. Nicht zu spät Kaffee trinken

Es dauert durchschnittlich 4 Stunden, bis der Körper die Hälfte des Koffeins abgebaut hat. Daher sollte man den letzten Kaffee nicht zu spät am Nachmittag trinken. Denn Schlafforscher wissen: Wer spät Kaffee trinkt, hat weniger Tiefschlaf. (apotheken-umschau.de)

4. Entkoffeiniert als Option

Während das Koffein für Diabetiker problematisch sein kann, wirken sich die anderen Inhaltsstoffe des Kaffees langfristig positiv auf den Blutzuckerspiegel aus. Entkoffeinierter Kaffee bietet diese positiven Effekte ohne die negativen Nebenwirkungen. (sciencedirect.com)

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5. Koffein ist nicht nur in Kaffee enthalten

Beachten Sie, dass Koffein auch in schwarzem und grünem Tee enthalten ist. Auch Kakao und Schokolade enthalten Koffein. Und schließlich gibt es viele Erfrischungsgetränke, die nicht nur viel Zucker, sondern auch Koffein enthalten, wie beispielsweise Cola oder Energy-Drinks. (tk.de)

Verschiedene Kaffees Aufgereiht

Fazit: Der Kaffee, das unbekannte Wesen

Kaffee, ein wesentlicher Bestandteil des täglichen Lebens vieler Menschen, offenbart sich als ein Getränk voller Überraschungen: Entgegen alter Vorurteile zeigt die Forschung, dass moderater Kaffeekonsum gesundheitliche Vorteile bringen kann, wie ein reduziertes Risiko für Typ-2-Diabetes, dank seiner antioxidativen und bioaktiven Verbindungen.

Wichtig ist dabei ein bewusster Umgang – nicht auf nüchternen Magen trinken, den Zusatz von Zucker und Milch minimieren, den Konsum am Nachmittag beschränken und gegebenenfalls auf entkoffeinierte Varianten ausweichen, um die positiven Effekte ohne die negativen Nebenwirkungen zu genießen.

Kaffee ist also mehr als nur ein Morgenritual; er ist ein Genussmittel mit Potenzial für die Gesundheit, solange er verantwortungsvoll genossen wird.

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  1. Kaffee: Wie gesund ist der Muntermacher? https://www.aok.de/pp/bv/kaffee/ 
  2. Heißgeliebtes Getränk – ist Kaffee gesund oder ungesund? https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/lebensmittel/kaffee-wie-viele-tassen-am-tag-sind-gesund/ 
  3. Lane, J.D. et al (2004) Caffeine Impairs Glucose Metabolism in Type 2 Diabetes. Diabetes Care 27, p. 2047-2048   https://diabetesjournals.org/care/article/27/8/2047/23381/Caffeine-Impairs-Glucose-Metabolism-in-Type-2 
  4. Shi L. et al. (2019) Plasma metabolite biomarkers of boiled and filtered coffee intake and their association with type 2 diabetes risk. Journal of Internal Medicine 287, p.405-421 https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/joim.13009 
  5. Drink coffee after breakfast, not before, for better metabolic control (2022) https://www.bath.ac.uk/announcements/drink-coffee-after-breakfast-not-before-for-better-metabolic-control/ 
  6. Ibis S. & Röckner A. (2023) Wirkung mit jedem Schluck? So gesund ist Kaffee https://www.apotheken-umschau.de/gesund-bleiben/ernaehrung/wirkt-mit-jedem-schluck-so-gesund-ist-kaffee-933995.html 
  7. Reis, C.M.G., Dórea, J.G. & da Costa T.H.M. (2019): Effects of coffee consumption on glucose metabolism: A systematic review of clinical trials, Journal of Traditional and Complementary Medicine 9:184-191 https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2225411018300014
  8. Lust auf Kaffee? Sechs Mythen im Fakten­check https://www.tk.de/techniker/magazin/ernaehrung/trinken/sieben-kaffee-mythen-im-faktencheck-2006468

Dieser Artikel enthält keine medizinischen Ratschläge und ersetzt auch nicht eine ärztliche Beratung. Er dient ausschließlich informativen Zwecken. Wenden Sie sich bei allen Fragen der Gesundheit oder im Krankheitsfall unbedingt an einen Arzt oder Apotheker und lesen Sie auch die Beipackzettel Ihrer Medikamente vor Einnahme sorgfältig durch.

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