Berlin wird vom 20. bis 22. Juni 2025 erneut zur Hauptstadt des medizinischen Cannabis. Auf der Mary Jane Messe treffen sich Ärztinnen, Patienten, Hersteller und Fachpublikum, um über die neuesten Entwicklungen zu sprechen.
Wenn Sie Cannabis zur Behandlung chronischer Beschwerden einsetzen oder sich dafür interessieren, bietet die Veranstaltung wertvolle Einblicke. Entdecken Sie, welche Trends, Produkte und Diskussionen Sie auf keinen Fall verpassen sollten.
Warum die Messe 2025 für viele ein Wendepunkt sein könnte
Seit der teilweisen Legalisierung von Cannabis in Deutschland Anfang 2024 ist viel in Bewegung. Ärztinnen verschreiben medizinisches Cannabis heute häufiger, doch viele Patientinnen haben noch Fragen zur Anwendung, Dosierung und Qualität.
Die Mary Jane Berlin 2025 bietet genau dafür eine Plattform: direkte Gespräche mit Expertinnen, Produkttests und Vorträge aus der Praxis.
Besonders spannend: die neue medizinische Forschung zur Anwendung bei chronischen Schmerzen, Autoimmunerkrankungen und psychischen Belastungen.
Laut einer Auswertung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM, 2024) stieg die Zahl der medizinischen Cannabisverschreibungen 2023 um über 38 % im Vergleich zum Vorjahr.
Die Messe will diese Dynamik mitgestalten – und gibt Menschen mit chronischen Beschwerden eine Stimme.

Was Sie als Patient oder Angehöriger konkret erwartet
Egal ob Sie schon Erfahrung mit medizinischem Cannabis haben oder sich noch orientieren: Die Messe bietet Raum für Austausch und Orientierung.
Viele Menschen berichten, dass sie sich nach dem Gespräch mit einem erfahrenen Arzt oder Apotheker erstmals wirklich verstanden fühlten. Genau diese Nähe zur Praxis macht die Mary Jane so besonders.
Besucher:innen erhalten Zugang zu Vorträgen über Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, legalen Bezugsquellen und neuen Produkten wie Cannabinoid-Pflastern, Tropfen oder Dosiersprays. Ein Highlight 2025: Die Live-Vorführung einer digitalen Cannabisberatung mit anschließender Diskussion.
Hier sehen Sie, wie moderne Telemedizin mit konkreter Gesundheitsversorgung verschmilzt.
Wo Forschung und Alltag aufeinandertreffen
Viele, die unter Asthma, Migräne oder Rheuma leiden, suchen nach Alternativen zu klassischen Schmerzmitteln. Neue Studien zeigen, dass CBD-haltige Produkte Entzündungen lindern und Schlafqualität verbessern könnten.
Eine randomisierte Studie der Universität Heidelberg (2023) mit 126 Patient:innen ergab, dass 71 % der Teilnehmenden eine spürbare Besserung der Symptome unter THC/CBD-Kombinationstherapie berichteten.
Solche Ergebnisse motivieren – und zeigen, dass medizinisches Cannabis mehr als ein Trend ist. Auf der Messe stellen sich Start-ups vor, die etwa auf Cannabis-Mikrodosierung oder standardisierte Rezepturverfahren setzen.
Dabei geht es nicht um Lifestyle, sondern um sichere, gut verträgliche Behandlungsmöglichkeiten für reale Beschwerden.
Was Sie bei der Anwendung im Alltag beachten sollten
Viele Patient:innen berichten, dass sie nach der ersten Verschreibung noch unsicher sind: Wann wirkt das Produkt? Welche Nebenwirkungen sind möglich? Wie passt Cannabis in den Alltag mit Beruf und Familie? Die Messe beantwortet genau solche Fragen.
Erzählt wurde dort 2024 zum Beispiel von Thomas, 48, der an neuropathischen Schmerzen leidet. Erst durch die individuelle Einstellung über ein ärztlich begleitetes Cannabisöl fand er Linderung – nach zehn Jahren chronischer Schmerzen. Heute sagt er: „Ich kann wieder ohne Angst vor dem nächsten Schmerzschub einkaufen gehen.“
Solche Erfahrungsberichte zeigen: Die Wirkung ist individuell, aber die Unterstützung muss zugänglich und verlässlich sein.
Praktisch ist auch die Möglichkeit, direkt vor Ort mit Anbieter:innen über Dosierungshilfen, Aromavernebler oder Einnahmepläne zu sprechen. Einige Anbieter stellen sogar Apps vor, die Einnahmen dokumentieren und Rückmeldungen an das ärztliche Team ermöglichen.
Welche Trends den Cannabismarkt 2025 prägen
Ein starker Fokus liegt in diesem Jahr auf der sogenannten „Cannabis-Titration“ – also der schrittweisen Dosisanpassung. Statt „eine für alle“-Lösungen setzen sich immer mehr individualisierte Therapien durch.
Besonders spannend: wasserlösliche CBD-Präparate mit verbesserter Bioverfügbarkeit.
Ein weiterer Trend ist der gezielte Einsatz von Terpenen. Diese Pflanzenstoffe beeinflussen die Wirkung und Verträglichkeit von Cannabis deutlich – etwa in Richtung beruhigend oder konzentrationsfördernd. Auch hier gibt es spannende Studien, etwa von der Charité Berlin (2024), die eine verstärkte Wirkung durch Terpen-Kombinationen belegte.
Wie Sie seriöse Anbieter erkennen – und worauf Sie achten sollten
Gerade durch die steigende Nachfrage entstehen auch viele neue Produkte. Nicht alle sind geprüft oder verlässlich. Die Mary Jane bietet Orientierung: Viele Aussteller sind zertifizierte Apotheken oder Anbieter mit deutschem Herstellungsnachweis. Achten Sie auf Angaben zu Reinheit, THC-Gehalt und Biozertifizierung.
In dieser Übersicht sehen Sie, worauf Sie beim Produktkauf achten sollten:
| Kriterium | Worauf Sie achten sollten |
| Herkunft | EU-zertifizierter Anbau, am besten in Deutschland |
| Produkttyp | Klare Angaben zu THC- und CBD-Gehalt |
| Analysezertifikate | Frei zugänglich, von unabhängigen Labors |
| Anbieterstatus | Registrierung bei BfArM oder Apothekenpflicht |
| Zusatzstoffe | Ohne Lösungsmittelreste oder künstliche Aromen |
Haben Sie das schon einmal erlebt – dass ein Produkt zwar vielversprechend klang, aber kaum Wirkung zeigte? Die Messe hilft Ihnen dabei, echte Qualität zu erkennen.

Fazit
Medizinisches Cannabis ist für viele kein Trend, sondern Teil des Alltags. Die Mary Jane Berlin 2025 bringt Menschen, Produkte und Wissen zusammen – und schafft Raum für Dialog, Aufklärung und Begegnung.
Wer sich informiert, gewinnt nicht nur Sicherheit, sondern oft auch neue Lebensqualität.
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